3. Bericht (21. November 2007)
International Education Week
Die International Education Week (IEW) hat letzte Woche in allen Staaten der USA stattgefunden. Sie ist eine Initiative des US. Departements of State und des US Departements of Education und soll dazu dienen, Amerikaner auf zunehmende Globalisierung vorzubereiten.
Als "Botschafterin Deutschlands" war es für mich die perfekte Gelegenheit, diesem Programm etwas beizutragen.
So kam es dann auch dazu, dass ich mich letzten Donnerstag auf den Weg zum "Haygood Child Develpoment Center" gemacht habe, das man in Deutschland wohl schlicht und ergreifend Nachmittagsbetreuung genannt hätte.
Bewaffnet mit einer Collage über Deutschland, einem Spiel über die Nachbarländer, einem Fotoalbum und meiner Geige habe ich meine Präsentation begonnen.
Ich stand definitiv vor einer schweren Aufgabe: Was ist typisch deutsch? Und gibt es so etwas überhaupt?
Ich hatte mir etwas Sorgen gemacht, dass ich die kleinen Kinder nicht ruhig halten könnte, aber im Nachhinein kann ich nur sagen: besser hätte es gar nicht laufen können. Eineinhalb Stunden starrten mich kugelrunde Kinderaugen mit Erstaunen an als ich von ICEs, Angela Merkel, dem Bundestag, Grundschulen, Weihnachten ohne Santa Claus, Geschenken am 24. Dezember, der Fußballweltmeisterschaft, deutschen Autos (von denen einige der Jungs erstaunlicherweise sogar mehr als ich wussten), dem Hammer Glaselefanten usw. erzählte.
Zuletzt spielte ich ihnen noch ein paar typisch deutsche Weihnachtslieder auf meiner Geige vor und sang "Stille Nacht" - mein Job war geschafft.





