Jörg van Essen - Ihr Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Hamm -

Matthias Schmitz (13.03.08-28.03.08)

Ich begann mein Schülerpraktikum am Donnerstag, den 13.03.2008, dem vorletzten Tag der Sitzungswoche. Nachdem Herr Loschwitz, mein ständiger Ansprechpartner, mich dem Büro vorgestellt hat, hatte ich direkt meinen ersten Programmpunkt. Ich hatte 1.1/2  Stunden die Möglichkeit, eine Diskussion zum Thema der Lissabonner Verträge im Plenarsaal live mit zu erleben. Diese Debatte gab mir die Möglichkeit, einen ersten Einblick in die Thematik zu erlangen. Mit diesem Thema sollte ich mich dann später noch öfters auseinandersetzen.

Nach diesem ersten, erfolgreichen Programmpunkt lernte ich im Büro die beiden sehr netten Sekretärinnen von Herrn van Essen kennen. Anschließend erfolgte ein persönliches Gespräch mit Herrn van Essen bei dem sich kurzfristig und völlig unbürokratisch mein zweiter Programmpunkt ergab. So wurde mir angeboten, ihn in die Parlamentarische Gesellschaft zu einer Sitzung des Förderkreises Heer zu begleiten. Dies war wohl der absolute Höhepunkt meines Praktikums. In der parlamentarischen Gesellschaft nahm ich dann mein Mittagsessen zu mir. Außerdem konnte ich einem Vortrag von General Otto über die deutschen Soldaten im Ausland mitverfolgen. Es war sehr interessant, einmal konkrete Daten über die aktuellen Auslandseinsätze der Bundeswehr zu erfahren. Dafür bin ich Herrn van Essen dankbar, denn es war unkompliziert und völlig selbstverständlich, dass ich Herrn van Essen begleiten konnte.

Nachdem wir wieder ins Büro zurückgekehrt sind, merkte ich erstmals, wie weitläufig die Gebäude des Deutschen Bundestages sind.

Nun begleitete mich Andreas Rademachers, ebenfalls Praktikant im Büro van Essen. Wir sind zur Ausweisstelle des Dt. Bundestages gegangen, wo ich meinen Bundestagsausweis bekam damit ich mich frei und ohne Begleitung im Hause bewegen konnte.

Am Freitagvormittag hatte ich ausreichend Zeit, mich mit den Lissabonner Verträgen inhaltlich auseinanderzusetzen. Dies hat mir sehr geholfen, um einer fraktionsinternen Sitzung zu diesem Thema am Nachmittag besser folgen zu können. In dieser Sitzung bekam ich einmal mit, wie wirklich Politik gemacht bzw. wie am Gesetz gearbeitet wird. Den Freitag beendete ich dann im Büro. Dort bekam ich stets die Gelegenheit, mich über politische Inhalte mit Andreas und Herrn Loschwitz zu unterhalten und zu diskutieren. Dies hat mir sehr geholfen, die politische Situation in Deutschland besser zu verstehen und mich über konkrete Inhalte zu informieren. Dass ich mich von Anfang an sehr gut aufgehoben fühlte, lag daran, dass Herr Loschwitz sich stets um mich gekümmert und immer ein offenes Ohr für mich hatte.

Die folgenden Wochen waren etwas ruhiger. Die vorangegangene Sitzungswoche wurde nachbereitet und somit hatte ich die Chance, einmal eine längerfristige Aufgabe zu erarbeiten. Ich beschäftigte mich gemeinsam mit Andreas Rademachers mit dem gescheiterten NPD-Verbotsverfahren und stellte eine Informationsmappe für Herrn van Essen zusammen, der diese für eine Podiumsdiskussion benötigte. So lernte ich, am Gesetz zu arbeiten und wie man mit dem Intranet des Deutschen Bundestages schnell an Informationen kommen kann. Dafür nutzte ich auch die große Bibliothek im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. Weiterhin beschäftigte ich mich mit der aktuellen Situation der NPD und der rechtsextremistischen Szene. Diese Informationsmappe haben wir schließlich in der letzen Woche fertig stellen können. Zwischen der Arbeit für diese Mappe blieb aber immer für eine Diskussion oder für andere Termine Zeit. So war ich bei einer kleinen Pressekonferenz dabei und habe mit Herrn van Essen eine Besuchergruppe begleitet. Bei der obligatorischen Diskussionsrunde mit der Gruppe war ich erstaunt, dass Herr van Essen trotz seines vollen Terminkalenders über nahezu jedes Thema Bescheid wusste und eine ausführliche Antwort geben konnte. Eine weitere Besuchergruppe begleitete ich zusammen mit Herrn Loschwitz. Hierbei musste ich zum ersten Mal in meinem Praktikum überhaupt eine klassische Praktikantenarbeit durchführen. So kopierte ich für die Besucher aktuelles Informationsmaterial.

Was mir an meinem Praktikum sehr gefallen hatte, war die Selbstverständlichkeit, dass ein Praktikant ganz normal im Büro mitarbeitet. So wurde ich gut eingebunden in den Alltag und hatte jederzeit die Möglichkeit, mich an jemanden zu wenden sobald ich Fragen hatte.

Außerdem war es, dass ich mich frei bewegen konnte und jederzeit meinen eigenen Terminplan ändern konnte. Obwohl ich eine längerfristige Aufgabe hatte, war ich nie an einen Ort gebunden und konnte jederzeit eine Veranstaltung besuchen. Auch die variablen Arbeitszeiten haben mir sehr gut gefallen. So konnte ich z.B. früher meinen Tag beenden, damit ich noch ein Museum besuchen konnte. Als Praktikant habe ich mich nicht gefühlt, denn ich war wie selbstverständlich, eingebunden in den Bürobetrieb.

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