Julius Will (10.09.07-28.09.07)
Meine insgesamt dreiwöchige Praktikumszeit begann gleich mit der wohl spannendsten Woche, die es im Parlamentsjahr gibt: die Haushaltswoche. Der Bundestag kam gerade erst aus der Sommerpause zurück und gleich gab es mächtig Arbeit und Termindruck. Eine gewisse Anspannung konnte man gewissermaßen fühlen. So füllte sich auch für mich rasch der Terminplan. Zunächst ging es zur Montagsrunde mit den Fraktionsreferenten und anschließend in die Fraktionssitzung unter der Leitung von unserem Partei- und Fraktionsvorsitzenden Dr. Guido Westerwelle.
Auch die folgenden Tage waren nicht minder spannend. So konnte ich durch einige Termine (z. B. ein Berichterstattergespräch) und durch Erledigungen auch schnell die gesamten Ausmaße des Deutschen Bundestages kennenlernen, der sich – wie bekannt sein sollte – natürlich nicht nur auf den Reichstag beschränkt. Besonders gefreut hat mich, dass ich das Sommerfest der JuLis besuchen konnte, wo ich auch einige interessante Gespräche führte. Zudem gab es Besuch aus der „Heimat“, da Herr van Essen eine Besuchergruppe aus seinem Wahlkreis eingeladen hatte, um die ich mich auch ein wenig kümmern konnte.
Die zweite Woche, ebenfalls eine Plenarwoche, stand ganz im Zeichen der Diskussion um die Aussagen der beiden Minister Jung und Schäuble zu den verschärften Sicherheitsmaßnahmen im Kampf gegen den Terrorismus und den möglichen Abschuss von entführten Passagierflugzeugen. Als Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion und natürlich auch als Rechtsexperte war Herr van Essen ein gefragter Interviewpartner für die Medien. Für seine Aussagen im Deutschlandfunk bekam er von vielen Seiten großes Lob.
Ein ganz besonderes Highlight des Praktikums war für mich aber sicherlich auch der Besuch des Sommerfestes in der NRW-Vertretung in Berlin. Auch wenn die abendlichen Empfänge sicherlich nur zum Rahmenprogramm gehören und mit der eigentlichen Büroarbeit nicht viel zu tun haben, konnte ich in mehreren Gesprächen erfahren, wie wichtig auch diese abendlichen Einladungen sind – und wie viel Spaß sie auch bringen können mit einem Auftritt der Höhner und von Sasha. Zudem begleitete ich Herrn van Essen nach Potsdam zu einem Empfang bei der Bundeswehr mit abschließender Serenade im Fackellicht und zum ARD-Hauptstadttreff.
Schließlich erhielt ich die Möglichkeit, zwei Plenardebatten auf der Besuchertribüne im Reichstag zu verfolgen und an Sitzungen des Rechts- und Geschäftsordnungsausschusses teilzunehmen. Vor allem letztere behalte ich als sehr spannend und interessant in Erinnerung.
Bedanken darf ich mich zuletzt beim gesamten Büroteam, das für meine Fragen immer ein offenes Ohr hatte und mit dem es eine angenehme Freude war zusammenzuarbeiten. Alles in allem waren es für mich drei unvergessliche Wochen in der Hauptstadt. Ein Praktikum im Büro van Essen kann ich jedem (vor allem engagierten JuLis) nur ans Herz legen.





